Neuerscheinungen zum 50. Jahrestag der ungarischen Revolution
Monographien und Sammelbände
Aufsätze
Belletristik
1. Monographien und Sammelbände 
György Dalos
1956. Der Aufstand in Ungarn
mit Aufnahmen des Magnum-Photographen Erich Lessing
C.H. Beck (ISBN 3-406-54973-X) 2006.
György Dalos’ Buch über den Aufstand in Ungarn verleugnet nicht, das Werk eines Schriftstellers zu sein. Er erzählt aus der Sicht der Protagonisten – der führenden Politiker wie der einfachen Leute – eindringlich und bewegend den Verlauf des Aufstandes bis zu seinem tragischen Ende.
Der ungarische Volksaufstand (23. Oktober – 4. November 1956) wurde von niemandem geplant. Er brach als spontaner Protest gegen die Lüge und Gewalt der Diktatur unter Mátyás Rákosi (1949–1953) sowie die Verhinderung der Reformen unter Imre Nagy (1953–1955) aus. Auf die ursprünglich friedliche Demokratiekundgebung der Universitätsjugend antwortete die erschrockene KP-Führung mit einer Bitte an Moskau um Hilfe. Die Intervention der Roten Armee löste einen bewaffneten Widerstand aus, in dem ein paar Tausend Freischärler mit ihrer Taktik der Stadtguerilla einige Erfolge gegen die Besatzer erreichen konnten. Die Regierung von Imre Nagy gab allmählich den Forderungen der Straße nach: Sie akzeptierte das Mehrparteiensystem, erklärte den Austritt des Landes aus dem Warschauer Vertrag und die Neutralität Ungarns nach österreichischem Muster. Die Sowjets begannen mit dem Rückzug ihrer Truppen aus Budapest. Einige Tage lang erschien eine friedliche Weiterentwicklung möglich. Diese Hoffnungen wurden jedoch durch den erneuten sowjetischen Einmarsch zerstört.
Dalos’ Chronik des Aufstandes faßt die Ereignisse auf der Grundlage neuester Kenntnisse – nach Öffnung der Archive – und zahlreicher Interviews mit Zeitzeugen prägnant zusammen. 17 Aufnahmen des Magnum-Photographen Erich Lessing, der für seine Reportagen über die ungarische Revolution den American Art Directors Award erhielt, illustrieren den Band. (Ankündigungstext des Verlages C.H. Beck)
Leseprobe 
Rezension bei Literaturkritik.de 
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Bob Dent
Budapest 1956. Locations of Drama. What Happened? Where? Why?
Europa 2006.
Budapest 1956 – what happened, where and why? Using a wide range of sources, both historical and modern, Bob Dent tells the story of the 1956 uprising by looking at the places in Budapest where something significant happened.
All the major actors are included – the street demonstrators, the armed groups of civilians, the politicians and the factory workers.
In a text which has all the hallmarks of a drama, the events are described, the problems, ambiguities and contradictions of 1956 are investigated, and the still-unexplained mysteries of the time are highlighted.
Employing a ground-breaking style of presentation, Budapest 1956 – Locations of Drama is an account of, and a guide to, one of the most momentous social explosions of European 20th-century history. In its appreciation of differing accounts of 1956, it is also a book about history itself.
(From the introduction by János M. Rainer, Director of the Institute for the Documentation and Research of the 1956 Hungarian Revolution)
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Edda Engelke
"Einem besseren Leben entgegen?" Ungarnflüchtlinge 1956 in der Steiermark
StudienVerlag (ISBN 3-7065-4357-5) 2006.
Der Kalte Krieg zeigte seine Auswirkungen in den frühen 1950er-Jahren
auch in der Steiermark: Tausende Flüchtlinge aus Ungarn strömten über
die Grenze nach Österreich. Was mit Kleingruppen begann, schwoll im Zuge
der Revolution in Ungarn 1956 zu einem riesigen Flüchtlingsstrom an. Die
Sicherheitsbehörden dokumentierten die Aufnahme tausender Menschen
innerhalb kurzer Zeit.
Edda Engelke präsentiert auf Basis bisher kaum bekannter Quellen ein
authentisches Bild der Situation aus unterschiedlichsten Perspektiven.
Das Buch gewährt Einblick in das frühere Leben der Flüchtlinge in
Ungarn, ihre Motive zur Flucht und ihre Hoffnung auf eine bessere
Zukunft. Dokumentiert wird auch die Flexibilität, Menschlichkeit und
Organisationsfähigkeit seitens der Behörden, sowie der politische Wille,
der Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung war. Das Land
Steiermark legte damit auch den Grundstein für die Bewältigung
nachfolgender Flüchtlingsaufnahmen. (Ankündigungstext des StudienVerlag)
Die Autorin:
Edda Engelke; Studium der Geschichte und Anglistik an der
Karl-Franzens-Universität in Graz; 1993 bis 1999 wissenschaftliche
Mitarbeiterin am Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung in
Graz; 2004-2006 Doktoratsstudium für Geschichte an der
Karl-Franzens-Universität in Graz.
Verlagsinformation
Rezension bei H-Soz-u-Kult
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István Eörsi
Im geschlossenen Raum
Aus dem Ungarischen von Heinrich Esterer. Mit einem Nachwort von György Konrád
Ein ungarischer Schriftsteller, Alter ego des kämpferischen Moralisten István Eörsi, gibt einer jungen Journalistin aus England bereitwillig Auskunft über sein Leben. Sie sitzen auf der Terrasse eines Sommerhauses auf einer kleinen Donauinsel unweit von Budapest, die nur mit der Fähre zu erreichen ist. Der Versuch, lästige Besucher aus der Vergangenheit abzuschütteln, scheitert – genauso wie das geplante Zeitungsinterview. Statt über sein einst verbotenes Theaterstück Im geschlossenen Raum spricht Eörsis Held über den Alltag in Zeiten der Diktatur, wo Spitzel und ihre Opfer, ehemals verfolgte Kommunisten und ihre Henker, im geschlossenen Raum der Gesellschaft miteinander auskommen müssen.
Unterhaltsam und witzig, voller Charme und Selbstironie erzählt István Eörsi, der streitlustigste ungarische Autor der Gegenwart, von erotischen Affären und herzzerreißenden Abschieden, von tragischen Entscheidungen und der Kunst, mutig zu sein vor Freund und Feind. Das beeindruckende Dokument einer unerschrockenen Selbstanalyse – zugleich ein kraftvoll gezeichnetes Bild der ungarischen Gesellschaft zwischen 1956 und 1989.
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Peter Eppel, Bela Rasky, Werner M. Schwarz
Flucht nach Wien - Meneküles becsbe. Ungarn 1956 - Magyarorszag 1956
Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Wien Museum.
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Carole Fink, Frank Hadler, Tomasz Schramm (Hg.)
1956 – Neue Perspektiven
1956 – New Perspectives
Aus der zeitlichen Distanz eines halben Jahrhunderts gewinnen jene
atemberaubenden Veränderungen des Jahres 1956, die etwa mit den
Stichworten XX. Parteitag der KPdSU oder Aufstand in Ungarn verknüpft
sind, eine immer schärfere historische Kontur. Mit jüngsten Forschungserträgen,
die sich auch aus nunmehr freigegebenen Archivalien erschließen ließen, sowie einer
Bilanz der bislang veröffentlichten maßgeblichen Untersuchungen trägt dieser Band
zu einer neuen Perspektive auf dieses dramatische Jahr bei.

Charles Gati
Failed Illusions. Moscow, Washington, Budapest, and the 1956 Hungarian Revolt
A co-publication with the Woodrow Wilson Center Press, Washington, D.C., Stanford University Press 2006.
The 1956 Hungarian revolution, and its suppression by the U.S.S.R., was a key event in the cold war, demonstrating deep dissatisfaction with both the communist system and old-fashioned Soviet imperialism. But now, fifty years later, the simplicity of this David and Goliath story should be revisited, according to Charles Gati's new history of the revolt.
Denying neither Hungarian heroism nor Soviet brutality, Failed Illusions nevertheless modifies our picture of what happened. Imre Nagy, a reform communist who headed the revolutionary government and turned into a genuine patriot, could not rise to the occasion by steering a realistic course between his people’s demands and Soviet geopolitical and ideological interests. The United States was all talk, no action, while Radio Free Europe simultaneously backed the insurgents' unrealizable demands and opposed Nagy. In the end, the Soviet Union followed its imperial impulse instead of seeking a political solution to the crisis in the spirit of de-Stalinization.
Failed Illusions is based on extensive archival research, including the CIA’s operational files, and hundreds of interviews with participants in Budapest, Moscow, and Washington. Personal observations by the author, a young reporter in Budapest in 1956, bring the tragic story vividly to life.
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Roger Gough
A Good Comrade: Janos Kadar, Communism and Hungary
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Thomas Großbölting / Roger Engelmann / Hermann Wentker (Hgg.)
Kommunismus in der Krise
Die Entstalinisierung 1956 und die Folgen
Analysen und Dokumente Bd. 032
ISBN: 3-525-35052-X
Vandenhoeck & Ruprecht
erscheint im Dezember 2007
Am 25. Februar 1956 hielt Chruschtschow auf dem XX. Parteitag der KPdSU seine berühmte Geheimrede über den »Personenkult« und die Verbrechen Stalins. Damit leitete er eine Entwicklung ein, die durch Justizkorrekturen, Milderungen in der Herrschaftsausübung und Erweiterungen von politischen Spielräumen geprägt war. Der Beginn dieses politischen Tauwetters bildet die Ausgangsbasis für den Band, der die Situation in den kommunistischen Satellitenländern vergleichend untersucht, die globale Blockkonfrontation darstellt und sich mit Systemstabilisatoren und Faktoren der Sozialpolitik und der Militarisierung beschäftigt.
(Ankündigungstext des Verlages)
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Marta S. Halpert
Gegangen und Geblieben. Ungarn 1956. Lebensläufe nach dem ungarischen Volksaufstand
Molden Verlag Wien (ISBN: 3-85485-176-6) 2006.
In den blutigen Tagen der Revolution 1956 mussten Tausende Frauen und Männer schwierigste Lebensentscheidungen für sich und ihre Kinder fällen.
Berühmte Autoren wie beispielsweise- György Dalos, Peter Esterházy oder György Konrád konnten diese schicksalhaften Tage und Wochen wortgewaltig und künstlerisch verarbeiten. Doch die Ärztin, der Kaufmann, die Lehrerin oder der Beamte wurden nie dazu befragt.
Dieses Buch lässt auch jene Menschen zu Wort kommen, die unter Lebensgefahr blitzschnell für sich und ihre Liebsten entscheiden mussten. Wie haben sie diese dramatischen Tage erlebt? Wie haben sie sich als Entwurzelte im Westen zurecht gefunden? Wie sehen ihre Kinder und Enkel heute diese damalige Wahl? (Ankündigungstext des Molden Verlages)
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Guntolf Herzberg
Anpassung und Aufbegehren. Die Intelligenz der DDR in den Krisenjahren 1956/58
Zwischen dem 17. Juni 1953 und der Herbstrevolution 1989 war das Jahr 1956 die große Chance der Intelligenz, die Last des Stalinismus abzuwerfen. Das Buch zeigt im Detail, wie diese Chance trotz des zeitweiligen politischen Rückzugs der SED-Führung nur zaghaft genutzt und letztlich vertan wurde. Die Verfolgung politisch verdächtigter Personen auf allen Ebenen der Partei, in der Wissenschaft, in Verlagen und Redaktionen verkehrte den von Moskau ausgehenden anfänglichen Entstalinisierungsschub in sein krasses Gegenteil.
Trotz der vielen Proteste gegen die fehlende Demokratisierung gab es 1956/ 58 nur wenig alternative Entwürfe. Woran lag das, warum blieben die Vorstellungen von einer Erneuerung der Gesellschaft so begrenzt, weshalb kam es zu keiner konsequenteren Opposition? Wie beeinflussten die politischen Veränderungen in Polen und der Volksaufstand in Ungarn die SED-Führung und die Haltung der Intelligenz?
Der Verfasser legt dazu ein Konzept der "verzerrten Kommunikation" zwischen Parteiführung und Intelligenz vor, mit dem er alle Schattierungen zwischen Konsens und Dissens sowie die verschiedenen Verhaltensweisen der Intelligenz aufzudecken und zu verstehen versucht. Dabei rekonstruiert er die Konflikte um Wolfgang Harich, Fritz Behrens, Ernst Bloch, Robert Havemann und Jürgen Kuczynski und gibt einen überblick über die öffentlichen und internen Auseinandersetzungen an den Universitäten und Akademien.
(Ankündigungstext des Ch. Links Verlages)
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Rüdiger Kipke
Ungarn 1956. Zur Geschichte einer gescheiterten Volkserhebung
Vs Verlag für Sozialwissenschaften (ISBN: 3531152904) 2006.
Die blutige Niederschlagung des ungarischen Volksaufstands vom Herbst 1956 machte deutlich, dass die Sowjetunion nicht bereit war, ihre politische und ideologische Vormachtstellung in Ostmitteleuropa relativieren oder gar in Frage stellen zu lassen. Dieser Anspruch blieb für lange Zeit der wesentliche Grundpfeiler des Verhältnisses zu den "Bruderländern". Der Band zum 50. Jahrestag des Volksaufstands beleuchtet die Ereignisse jener Wochen, ihre Zusammenhänge und ihre Folgewirkungen vor allem im Lichte der Ergebnisse neuerer Forschungen, die erst nach der politischen Wende durch die Öffnung wichtiger Archive möglich wurden.
Vorgeschichte der ungarischen Revolution und des Freiheitskampfes von 1956 - Die Volkserhebung: Zur Chronologie der Ereignisse - Akteure des Aufstandes - Ideen und Ideale der ungarischen Revolution - Antisemitismus in Ungarn zur Zeit der Revolution - Restauration und Repression zur Zeit der Revolution und des Freiheitskampfes von 1956 - Die Sowjetunion und die ungarische Revolution - Der Kádárismus - das "lange Nachspiel" des ungarischen Volksaufstandes - Zum Stand der Forschung über den ungarischen Volksaufstand 1956. Kommentierte Bibliographie. (Ankündigungstext des Vs Verlages)
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Michael Korda
Journey to a Revolution: A Personal Memoir and History of the Hungarian Revolution of 1956
HarperCollins 2006.
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Georg Kövary
EIN UNGAR KOMMT SELTEN ALLEIN. Der Magayrenspiegel aufpoliert
"Die Neuauflage des Bestsellers der erheiternden Pflichtlektüre… nicht nur für Ungarn, sondern für alle, die auf höchst amüsante Weise alles Wichtige über dieses Land und seine Menschen erfahren wollen. Der Autor und Landsmann Professor Georg Kövary vermittelt selbstironisch dem Leser alles Wissenswerte über Ungarn und seine Geschichte. Er gewährt Einblicke in die vorzügliche „Besonderheit“ des ungarischen Volkes und besticht dabei den Leser mit unglaublichem Charme und Humor…“ Eine liebevolle Hommage mit der Quintessenz EXTRA HUNGARIAM NON EST VITA.
Rezensionen:
Aus Ungarntipps.de: „Es gibt keine bessere Möglichkeit, die Ungarn zu charakterisieren, als es ihre eigenen Landsleute können und tun. Mit zum Besten was Sie dazu auf dem Markt finden werden, gehört unseres Erachtens "Der Magyarenspiegel" von Prof. Georg Kövary.“
„Der Verlag Styria nennt es ein informatives Pointenfeuerwerk, aus dem Sie - gleichermaßen liebenswürdig wie boshaft - erfahren, was Sie schon immer über die Ungarn wissen wollten.“
„Ein Ungar kommt selten allein.“ ist ungeheuer lustig – ungeheuer bildend – erheiternde Pflichtlektüre nicht nur für Ungarn, sondern für alle, die gern in Ungarn Urlaub machen.“
„In diesem Buch hält Kövary seinen Landsleuten mit viel Liebe und viel Spott einen Spiegel vor die Lesebrille. Wir erfahren über den „Volkscharakter“ ( viel Herz – viel Paprika – viel Show ), über berühmte Ungarn vor allem die Geschichte Ungarns so, dass wir sie nicht nur lesen, sondern uns auch noch viel merken - . Wer lacht, lernt leichter: ist man fast versucht zu sagen.“
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Paul Lendvai
Der Ungarnaufstand 1956. Eine Revolution und ihre Folgen
C. Bertelsmann München (ISBN-10: 3-570-00579-8, ISBN-13: 978-3-570-00579-8) 2006.
Der Publizist Paul Lendvai floh 1956 nach der Niederschlagung des Ungarn-Aufstands aus seiner Heimat. 50 Jahre später blickt er zurück und erkennt die ungarische Tragödie als Ausgangspunkt für die spätere Befreiung Osteuropas.
"Der Vater wurde geohrfeigt wie ein Kind, geprügelt wie ein Pferd; in ihrer Not schlugen sie ihn auf die Nieren, dann systematisch auf den Körper." Fast 50 Jahre nach der Niederschlagung des Ungarn-Aufstands entdeckte der ungarische Schriftsteller Péter Esterházy, dass sein Vater Fürst Esterházy, unter den Schlägen des Kadar-Regimes innerlich zerbrach. Auch für den renommierten Publizisten Paul Lendvai ist der ungarische Volksaufstand, den er hautnah erlebte, gegenwärtig. In seinem neuen Buch verbindet er seine persönliche Geschichte mit den historischen Hintergründen und den politischen Konsequenzen. Ausgehend von den eigenen Erlebnissen, ergänzt durch Berichte Überlebender, Aussagen in Geheimprozessen und anhand von Protokollen aus Partei und Regierung rekonstruiert Lendvai den Aufstand, der am 23. Oktober 1956 wie ein politisches Naturereignis das Land erfasste und das System von sowjetischer Fremdherrschaft und ungarischen Helfershelfern mit elementarer Kraft hinwegfegte. Er verfolgt den Weg des Aufstands bis zum Zusammenbruch, protokolliert die blutige Abrechnung mit Ministerpräsident Imre Nagy und allen Wegbereitern, den Rachefeldzug des Kadar-Regimes und die Folgen für den ungarischen "Gulaschkommunismus". Sein Fazit: Der Ungarn-Aufstand war eine historische Zäsur für das Europa des 20. Jahrhunderts. Er war die Vorhut jener Umwälzungen in Prag 1967, in Warschau 1981 und für die ungarische Grenzöffnung 1989, die zum Zusammenbruch des Ostblocks führten und das Gesicht Europas entscheidend veränderten. (Ankündigungstext des Verlages C. Bertelsmann)
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Erich Lessing, Nicolas Bauquet, Francois Fejto, György Konrad
Budapest 1956. Die ungarische Revolution (Gebundene Ausgabe)
Am 23. Oktober 1956 erhob sich das ungarische Volk gegen die kommunistische Staatsführung, die sich in Ungarn seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges etabliert hatte. Anfangs erfolgreich, wurde der Aufstand im November desselben Jahres von sowjetischen Truppen blutig niedergeschlagen.
Zum 50. Jahrestag der Ungarischen Revolution zeigt dieser Bildband 200 Fotografien des bekanntesten Chronisten der Nachkriegszeit in Osteuropa: Erich Lessing. Er war der erste ausländische Fotograf, der nach Ausbruch der Revolution nach Budapest kam. Im Dezember 1956 kehrte er mit Medikamenten und Konserven zurück und dokumentierte die Zerstörung der Stadt und den Überlebenswillen ihrer Bevölkerung. Diese Bilder, die wesentlich zur Erweiterung der Kriegsberichterstattung beigetragen haben, sind ein erschütterndes Zeitdokument und zeigen Lessing als ebenso einfühlsamen wie scharfen Beobachter. Erich Lessing, seit 1951 Mitglied der Fotografen-Kooperative Magnum, erhielt für diese Reportagen den American Art Directors Award.
Die ausführlich kommentierten Bilder werden begleitet von Texten des großen ungarischen Romanciers György Konrád, des Journalisten und Politologen François Fejtö sowie des Historikers Nicolas Bauquet.
(Ankündigungstext des Christian Brandstätter Verlages)
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Árpád von KlimóUngarn seit 1945. Europäische Zeitgeschichte, Band 2
UTB (ISBN: 382522855X) 2006.
Zum 50. Jahrestag des ungarischen Volksaufstandes legt Árpád von Klimó die erste systematische und historische Darstellung der politische Kultur und Gesellschaft Ungarns im europäischen Kontext vor. Neben dem politischen System, der Außenpolitik, Wirtschafts- und Sozialstruktur behandelt der Autor auch bisher vernachlässigte Themen wie Alltags- und Populärkultur sowie Religion.
Anschaulich wird der schwierige Weg Ungarns vom verhängnisvollen Bündnis mit dem nationalsozialistischen Deutschland über die Einverleibung in den sowjetischen Machtbereich bis zur Eingliederung in NATO und EU nachgezeichnet. Deutlich werden dabei die außenpolitischen Zwänge und Spielräume sowie die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen, die die Debatten um die ungarische Identität prägten. (Ankündigungstext des Verlages UTB)
Rezension bei H-Soz-u-Kult
Rezension der FAZ
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Ibolya Murber, Zoltán Fonagy
Die Ungarische Revolution und Österreich 1956
Die Aufnahme der Flüchtlinge war für das Land, das ein Jahr zuvor seine Unabhängigkeit zurückerlangte, ein wichtiges Moment im Hinblick auf eine neue nationale und staatliche Identitätsstiftung.
Dieser Sammelband über die österreichischen Bezüge der Revolution 1956 wurde vom Collegium Hungaricum Wien initiiert und realisiert.
Die Autoren des Bandes – arrivierte und junge Historiker aus Ungarn und Österreich – untersuchen aufgrund der neuesten Forschungsergebnisse die internationale Bedeutung der ungarischen Revolution und deren politischen, ideellen und ideologischen Auswirkungen auf Österreich.
Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Flüchtlingsproblematik, dem Krisenmanagement des österreichischen Staates, der Solidarität der österreichischen Bevölkerung und den Aktionen der internationalen Hilfsorganisationen. Damit leistet das Buch einen Beitrag zur erweiterten Auseinandersetzungen mit den Beziehungen zwischen Ungarn und Österreich im 20. Jahrhundert bis hin zum Konflikt des Kalten Krieges.
(Ankündigungstext des Czernin Verlages)
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András Nagy
A Bang-Jensen ügy - ´56 nyugati ellENSZélben*
(Der Bang-Jensen Fall - ´56 im westlichen Gegenwind)
Magvetö Kiadó, Budapest 2005.
Der Autor András Nagy hat vor zehn Jahren angefangen sich mit der Geschichte des dänischen Diplomaten Bang-Jensen zu beschäftigen. Die Ergebnisse seiner Recherche hat er im Oktober 2005 in einem Buch veröffentlicht.
Bang-Jensen war der Sekretär der UN Untersuchungskommission zur Ungarischen Revolution 1956. Seine Aufgabe war die Dokumentation der Aussagen von ungarischen Flüchtlingen für die Vereinten Nationen.
Unermüdlich und unerbittlich bemühte sich Bang-Jensen darum, die Wahrheit über die Ungarische Revolution herauszufinden und dies der Welt zu zeigen, obwohl schon früh klar war, dass Suez vor Ungarn Priorität hat. Da er keinem seiner Mitarbeiter vertrauen konnte, musste er alleine gegen die Interessen der Großmächte auftreten und auf verlorenem Posten kämpfen.
Als die Untersuchungskommission ihre Arbeit abgeschlossen hat, war der Fall Ungarn schlicht und ergreifend veraltet. Aus reiner Formalität wurde „das ungarische Problem“ am 25. November 1959 noch auf die Tagesordnung der Generalversammlung gesetzt.
Am 26. November wurde Bang-Jensen im New-Yorker Washington Park mit durchgeschossener Schläfe gefunden. Der Fall ist bis heute ungeklärt geblieben.
Das Buch von András Nagy basiert auf einer sehr gründlichen Recherche und widmet sich der Frage, was Bang-Jensen wusste, warum er so alleine gelassen auf den Barrikaden der UNO kämpfen und am Ende sterben musste.
* Der ungarische Titel enthält ein Wortspiel. Die drei Buchstaben „ENSZ“ in dem Wort „ellenszél“ sind im ungarischen die Abkürzung für die Vereinten Nationen (UN).
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Siegfried Prokop
1956 - DDR am Scheideweg. Opposition und neue Konzepte der Intelligenz
Der Berliner Zeithistoriker Siegfried Prokop bringt mit seiner Schrift Licht in das verworrene Knäuel sich überstürzender Ereignisse des Herbstes 1956. Er untersucht anhand neuer Archivfunde die kontroversen Debatten in den Führungsgremien des Kulturbundes ebenso wie die Anbahnung von Kontakten zwischen Intellektuellen aus Ost und West, vermittelt Einblicke in die Herausbildung und die Aktivitäten des „Kreises der Gleichgesinnten“, eines oppositionellen Debattierclubs, der in Gegnerschaft zum engstirnigen Polit-Bürokratismus des Ulbricht-Regimes stand und eine Reform der DDR-Gesellschaft anstrebte.
Der Autor schenkt seine besondere Aufmerksamkeit dem Wirken des Verlegers Walter Jankas, des Kulturpolitikers Gustav Just und anderer Intellektueller, die unzufrieden waren mit der Aufarbeitung des Stalinismus im Zuge des XX. Parteitages der KPdSU durch Ulbricht. Prokop beleuchtet Harichs „Plattform“ und dessen Verbindungen mit westdeutschen Redaktionen. Das Wirken der aufmuckenden Gruppe wurde nach der Tragödie in Ungarn durch das gewaltsame Eingreifen von Sicherheitsorganen der DDR beendet und zog starre ideologische Maßregeln auch für das universitäre Leben nach sich. (Klappentext des Kai Homilius Verlages)
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János M. Rainer
Imre Nagy – Vom Stalinisten zum Märtyrer der ungarischen Volksaufstandes. Eine politische Biographie 1896-1958
Mit einem Geleitwort von György Konrád. Eine Gemeinschaftspublikation des Instituts für die Geschichte der Ungarischen Revolution 1956, Budapest, und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin. Mit freundlicher Unterstützung des Außenministeriums der Republik Ungarn.
Verlag Ferdinand Schöningh 2006.
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Victor Sebestyen
Twelve Days: Revolution 1956
Weidenfeld 2006.
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Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2006, i.A. Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Berlin, Hänsel, Heiko (Hrg.), Fries, Anna-Katharina,
Schwerpunkt: Fünfzig Jahre XX. Parteitag. Polnische Krise und Ungarische Revolution (enthält Beiträge von: Ilko-Sascha Kowalczuk, Michail Prozumenšcikov, János M. Rainer, Árpád von Klimo, Malgorzata Ruchniewicz, Lukasz Kaminski),
Aufbau-Verlag Berlin (ISBN: 3351026862) 2006, S. 15-140.
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Die Ungarische Revolution 1956. Eine gemeinsame Publikation von Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Berlin, Collegium Hungaricum Berlin, Zentrum für zeithistorische Forschung Potsdam, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, von Ahn, Thomas/ Fischer, Holger (Hrg.), 2006.
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George Zabratzky
Flucht in die Schweiz. Ungarische Flüchtlinge in der Schweiz, Vorwort von Christoph Blocher
Vor 50 Jahren, nach dem ungarischen Volksaufstand, kamen 13800 Flüchtlinge in die Schweiz. 10600 davon liessen sich dauerhaft nieder. Diesen Menschen schwappte eine grosse Welle der Solidarität entgegen. Davon zeugen die Beiträge namhafter Persönlichkeiten in diesem Band, welche die Ereignisse von damals hautnah erlebt haben. Es begann mit einer Grossdemonstration in Budapest und endete mit dem Einmarsch der Roten Armee. Der erfolglose Versuch des ungarischen Volkes, sich von der sowjetischen Besetzung zu befreien, löste eine Fluchtbewegung von annähernd 250000 Menschen aus. Eine zentrale Rolle bei der Aufnahme und Erstversorgung der Flüchtenden spielte die Schweiz. Bei ehemaligen Flüchtlingen sowie Schweizer Zeitzeugen wurde eine grosse Umfrage durchgeführt. Die Erkenntnisse mit Schwergewicht Integration in der neuen Heimat fasst das vorliegende Buch übersichtlich zusammen. Zahlreiche zeitgenössische Bilddokumente runden den Band ab.
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Ungarnaufstand 1956. Zeitzeugen und Revolutionäre blicken nach 50 Jahren zurück.
Lyra Verlag, Targa-Mures 2006.
Dieses Buch ist kein Geschichtsbuch, kein literarisches Werk, auch kein tiefschürfender Reportband, sondern eine DENKSCHRIFT in der einige der in Deutschland lebenden ungarischen Zeitzeugen und Revolutionäre, die an dieses schicksalhafte Ereignis ihres Lebens ihre Erinnerungen seit einem halben Jahrhundert bewahrten, über den Aufstand, der zum Einsturz des kommunistischen Systems führte; jetzt berichten sie rührend und aufrührend darüber, was unauslöschlich in ihren Gehirnen haften blieb, zur Information der nachfolgenden Generation in ihrer Heimat und in Deutschland. Diese Denkschrift enthält ein mosaikartiges Gesamtbild über die zahlreichen Facetten der Revolution, über die Hauptphasen des Freiheitskampfes, über das Mitkämpfen der ungarischen Provinz 1956, über die wunderbare Einheit der ungarischen Nation in jenen Tagen, über die aufregenden Momente bei der Flucht, über die herzliche Aufnahme und Unterstützung in Deutschland, über die Treue zum Geist von 1956. (aus dem Klappentext der Herausgeber)

2. Aufsätze Ahamer, Vera Sophie,
Ungarn 1956 – Ein historisches Ereignis als politisches Legitimationsinstrument, in: Zeitgeschichte, Jg.33, Mai/Juni 2006, Heft 3, S. 115-134.
Kowalczuk, Ilko-Sascha
1956 – ein europäisches Jahr, in:
Merkur 60. Jg. (2006), Heft 686, S. 549-556.
Kowalczuk, Ilko-Sascha
Zwischen Hoffnungen und Krisen: Das Jahr 1956 und seine Rückwirkungen auf die DDR, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2006, i.A. Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Berlin, Hänsel, Heiko (Hrsg.), Fries, Anna-Katharina, S. 15-33.
Erinnerungen an das Jahr 1956.
Prozumenšcikov, Michail
Ereignisse, die die kommunistische Welt erschütterten. Zum 50. Jahrestag des XX. Parteitags der KPdSU, in:
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2006, i.A. Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Berlin, Hänsel, Heiko (Hrsg.), Fries, Anna-Katharina, S. 49-65.
Rainer, János M.
von Klimó, Árpád
»1956« – Nationale Geschichtskultur, Erinnerungspolitik und private Erinnerung während Ungarns »Systemwechsel« 1989, in:
Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2006, i.A. Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Berlin, Hänsel, Heiko (Hrsg.), Fries, Anna-Katharina, S. 93-115.
Ruchniewicz, Malgorzata
Die Rückkehr der offiziell Vergessenen. Die Repatriierung der polnischen Gulag-Häftlinge Ende 1955, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2006, i.A. Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Berlin, Hänsel, Heiko (Hrsg.), Fries, Anna-Katharina, S. 116-139.
Kaminski, Lukasz
Pfeil, Ulrich
Kramer, Mark
Entstalinisierung und die Krisen im Ostblock
Malycha, Andreas
Reformdebatten in der DDR
Tischler, János
Warschau-Budapest 1956
Harrison, Hope M.
Ulbricht und der XX. Parteitag der KPdSU. Die Verhinderung politischer Korrekturen in der DDR, 1956-1958, in:
Deutschland Archiv 01/2006, S. 43-53.
Fulbrook, Mary
"Entstalinisierung" in der DDR. Die Bedeutung(slosigkeit) des Jahres 1956, in:
Deutschland Archiv 01/2006, S. 35-42.
Ruchniewicz, Krzysztof
Juni und Oktober 1956 im Geschichtsbild der polnischen Gesellschaft
Doliesen, Gerhard
Die Volksaufstände von 1953 und 1956. Die DDR und Polen im Vergleich. Eine Ausstellung der Ost-Akademie Lüneburg
Kusber, Jan
Zwei Lösungen eines Problems. Die Sowjetunion und das Jahr 1956 in Polen und Ungarn
Kanyo, Tamas

3. Belletristik 
Iván Sándor
Geliebte Liv
DTV München (ISBN: 3423245581)
Erscheinungsdatum: Oktober 2006
Gábor, der junge Ingenieur ist der Freund von Liv. Wegen seiner Aktivitäten beim ungarischen Aufstand 1956 emigrierte er nach Frankreich.
Liv, Zoltán und Gábor schlendern zu dritt durch das Quartier Latin. Zwischen Zoltán und Liv wächst die gegenseitige Zuneigung. Durch Gábor und Zoltán versucht Liv über ihre eigene bzw. der Vergangenheit ihrer Familie Klarheit zu erlangen. Von ihrer Mutter kann sie nichts erfahren, denn sie ist traumatisiert und hüllt sich in Schweigen.
Als quasi erotische Provokation übergibt Liv Zoltán das Tagebuch des „Rivalen“ Gábor, in dem dieser die Geschehnisse des 56-er Aufstandes niederschreibt.
Auf der Rückreise nach Ungarn verbringt Zoltán einen Tag in Salzburg. Von dort ruft er Liv an. Die junge Frau reist ihm nach. Eine einzige Nacht können sie in Salzburg miteinander verbringen, denn das Transitvisum von Zoltán läuft ab.
An der ungarischen Grenze findet ein Zollbeamte in seinem Koffer das Tagebuch von Gábor als Schmuggelware. In den darauffolgenden Wochen versucht man ihn zu erpressen, indem er zu Spitzeldiensten aufgefordert wird. Zoltán lehnt ab, was Konsequenzen nach sich zieht. Die Ausreisegenehmigung nach dem Westen wird ihm verweigert und in die Hochschule für Darstellende Kunst wird er erst nach mehreren Versuchen aufgenommen.
Von seinem Professor, einem ehemaliger Schüler seines Vaters, erfährt Zoltán, wie die faschistischen Rivalen seinen Vater in den Selbstmord getrieben hatten. Auch über die Rolle Ungarns im Zweiten Weltkrieg als Verbündeter Nazi-Deutschlands wird ihm nun einiges klar.
Da Zoltán nicht zu Liv reisen kann, pendelt sie zwischen Paris und Budapest.
Beide kämpfen mit den Ungereimtheiten ihrer eigenen und der Vergangenheit ihrer Familien. Genau so wie Gábor ,der Liv in seinen Briefen regelmäßig darüber erzählt. Er arbeitet als Ingenieur in Algier. Hier kämpft er nicht nur gegen die eigene Einsamkeit an, sondern auch gegen das Gefühl des heimatlosen Europäers. Gábor kommt in Algier bei einer Bombenexplosion ums Leben.
Gábor, der junge Ingenieur ist der Freund von Liv. Wegen seiner Aktivitäten beim ungarischen Aufstand 1956 emigrierte er nach Frankreich.
Liv, Zoltán und Gábor schlendern zu dritt durch das Quartier Latin. Zwischen Zoltán und Liv wächst die gegenseitige Zuneigung. Durch Gábor und Zoltán versucht Liv über ihre eigene bzw. der Vergangenheit ihrer Familie Klarheit zu erlangen. Von ihrer Mutter kann sie nichts erfahren, denn sie ist traumatisiert und hüllt sich in Schweigen.
Als quasi erotische Provokation übergibt Liv Zoltán das Tagebuch des „Rivalen“ Gábor, in dem dieser die Geschehnisse des 56-er Aufstandes niederschreibt.
Auf der Rückreise nach Ungarn verbringt Zoltán einen Tag in Salzburg. Von dort ruft er Liv an. Die junge Frau reist ihm nach. Eine einzige Nacht können sie in Salzburg miteinander verbringen, denn das Transitvisum von Zoltán läuft ab.
An der ungarischen Grenze findet ein Zollbeamte in seinem Koffer das Tagebuch von Gábor als Schmuggelware. In den darauffolgenden Wochen versucht man ihn zu erpressen, indem er zu Spitzeldiensten aufgefordert wird. Zoltán lehnt ab, was Konsequenzen nach sich zieht. Die Ausreisegenehmigung nach dem Westen wird ihm verweigert und in die Hochschule für Darstellende Kunst wird er erst nach mehreren Versuchen aufgenommen.
Von seinem Professor, einem ehemaliger Schüler seines Vaters, erfährt Zoltán, wie die faschistischen Rivalen seinen Vater in den Selbstmord getrieben hatten. Auch über die Rolle Ungarns im Zweiten Weltkrieg als Verbündeter Nazi-Deutschlands wird ihm nun einiges klar.
Da Zoltán nicht zu Liv reisen kann, pendelt sie zwischen Paris und Budapest.
Beide kämpfen mit den Ungereimtheiten ihrer eigenen und der Vergangenheit ihrer Familien. Genau so wie Gábor ,der Liv in seinen Briefen regelmäßig darüber erzählt. Er arbeitet als Ingenieur in Algier. Hier kämpft er nicht nur gegen die eigene Einsamkeit an, sondern auch gegen das Gefühl des heimatlosen Europäers. Gábor kommt in Algier bei einer Bombenexplosion ums Leben. Im Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart geht es in diesem Roman um Vernichtung bzw. Selbstvernichtung, um den Verlust von kulturellen Identität und der eigenen Persönlichkeit.
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Stand: 08.08.07